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Hallo Freunde des organisierten Lärms, im Namen des ganzen GMP-TEAMS möchte ich hier mal ein kleines Resümee des ersten GRINDMANIA FESTIVALS anbringen. Diese Festival-Reihe lief vorher unter dem Namen B-DAY MASSACRE und ist so gesehen die 4. Auflage. Aufgrund des mangelnden Engagements vieler Veranstalter jungen Bands eine Plattform zu schaffen um sich einem breiten Publikum zu präsentieren, haben wir dieses Festival ins Leben gerufen. Dieses Jahr waren gleich zwei Combos am Start um sich das erste mal Live on Stage mit größeren Bands zu messen.

Zwischen den einzelnen Bands gab es jeweils eine 15-minütige Umbaupause, in der die Bands ihre Umbauten und Soundeinstellungen zum Teil selbst und unter Aufsicht des Soundverantwortlichen "Felix" erledigten. An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an Felix, der jeder Band in Kürze einen amtlichen Sound verpasste und stets mit Hingabe seinen Job erledigte!
Aber lest selbst, was am 26.+27.10.2012 in der Alten Zuckerfabrik zu Rostock so abging!

Obscure Mortuary ⇒ war die erste Band, die am Freitag pünktlich um 21.00 auf der Bühne stand.
Sie legten auch gleich bombastisch mit neuem Material gut los. Das wirkte alles ziemlich "evil" und führte dazu, dass die ganze Band schnell durchgeschwitzt war! Seit einiger Zeit musizieren diese Grinder nun schon zu dritt und wieder einmal stellte sich heraus das kein Hauptvorturner bzw. eine zweite Gitarre nötig ist um diese Spielart auf ein hohes Level zu hieven.
Schnelle vertrakte Riffs die zugleich auch melodiös rüberkommen bieten die Mannen dem hungrigen nach Grind lechzenden Publikum. Bassist Rob hat in dieser Besetzung jetzt den kompletten Gesang übernommen. Schön fies und abwechslungsreich kommen die Screams & Growls nun endlich daher. Unterstützt wird er dabei durch einige coole Backing-Vocals des stets variantenreich spielenden Gitarristen Sven. Dessen Erscheinung ein wenig an den leider viel zu früh verstorbenen Mieszko Talarczyk | Nasum (R.I.P) erinnerte. Zusammen mit den tighten Grindsalven des Drumers ist diese Truppe ein wahrer Hochgenuss, spielerisch als auch optisch. » Obscure Mortuary

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Rotten Corpse ⇒ Willkommen in der brachialen DeathMetal-Welt von variabler Urgewalt, Tempowechseln und Moshparts in Form von ROTTEN CORPSE. Die Truppe zockte teilweise wirr wirkende, abgefahrene Riffs als auch coole Leads runter und säbelte mir zwischendurch immer mal wieder mit fetten Blastpassagen die Rübe ab. Die Stücke drückten rein musikalisch gut rein und waren mit vielen Aha-Momenten ausgestattet.
Mein persönliches Fave war der Song "Blood for Gold", der alles niedermetzelte.
Brüllmeister Nils aka AngelGrinder ist in kürzester Zeit zu einem souveränen Sänger gereift, der alle Nuancen des Genre überzeugend rüberbringt. Er wirkte auf mich sehr routiniert! Technisch gab es definitiv nichts an der Performance aller Musikanten zu mäkeln. Der Bassist groovte alles in Grund und Boden und ist mit seiner Mähne bis zum Arsch und seiner 6-seitigen Streitaxt auch optisch ein Blickfang.
ROTTEN CORPSE kopieren nicht nur stumpf ihre Brüder im Geiste, sondern schaffen sich durch ihre einfachen, pointierten Strukturen und ihre eigene Art des Riffings einen relativ eigenständigen Stil, der sich nicht hinter den Vorbildern zu verstecken braucht. Man darf gespannt sein auf das hoffentlich bald erscheinende Debüt-Album der sympathischen Musiker aus Hamburg! Eins ist jedoch jetzt schon klar! So muss sich DeathMetal anno 2012 anhören! » Rotten Corpse

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Full Assault ⇒ Inzwischen war es in der Alten Zuckerfabrik gut voll geworden und FULL ASSAULT aus Schwerin enterten die Bühne um ThrashMetal vom feinsten zu zelebrieren. Die Band war super drauf und die Energie und Spielfreude von FULL ASSAULT übertrug sich direkt aufs Publikum und die Fans. Bassist und Sänger Rob performte in seiner unnachahmlichen Art, riffte präzise und überzeugte auch showmäßig. Besonders cool fand ich mal wieder einen Drumer zu sehen der amtlich hinter seinem Kit abgeht, indem er seinen Propeller anschaltete und auf Höchstumdrehungen einpegelte.
Auch Gitarrist Frank weiß mit seinem Aktionsradius auf der Büne zu überzeugen und ballerte mal so eben ein paar richtig coole Soli in die Halle. Die Songauswahl war gut ausbalanciert, auf schnellere Stücke wie "Total Chaos" folgte etwas tempogedrosselte Kost.
So ließ man die hungrige Meute ein bisschen verschnaufen bevor man wieder die schnellere Thrashkeule ausgepackte. FULL ASSAULT spielten das längste Set des Abends. Gute 45 Minuten rockten Sie die AZF und verließen offensichtlich zufrieden und durstig die Bühne. Nach zwei Zugaben war es dann ja auch an der Zeit die Bühne für die letzte Band des Abends zu räumen, denn der angesetzte Zeitplan musste auch einigermaßen eingehalten werden! » Full Assault

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Acranius ⇒ hatten in den letzten Monaten mit Personalproblemen zu kämpfen! Nun scheint sich aber mit den Gründungsmitgliedern Björn (Gitarre) und Lars (Bass) plus die beiden neuen an Board Haaki (Drums) und Tom (Vocals) das Lineup zu manifestieren. Ihr SlamDeath wurde bereits auf eine EP gepresst und fand reißenden Absatz! On Stage sind Sie allerdings noch nicht in Erscheinung getreten. Man durfte ergo gespannt sein ob die Jungs auch Live überzeugen können.
Und was soll ich sagen, nicht nur die verhältnismäßig große Anhängerschaft von ACRANIUS war begeistert als die 4 begannen die Bühne zu zerlegen! Inbrünstig, kraftvolle Growls, immer gekonnt im tiefen Bereich angesiedelt, so präsentierte sich der neue Mann am Mikrofon, der mit seinem Charisma ein echte Bereicherung für die Band ist! Aber auch der Rest der Band ist bestens aufeinander eingespielt und überzeugt nicht nur musikalisch! Besonders Gitarrist Björn bewegt sich genretypisch und einige seiner Riffs haben Ohrwurmcharakter!
ACRANIUS haben in Rostock optisch und musikalisch absolut überzeugt, bestimmt einige Fans dazugewonnen und wurden am Ende mit dem verdienten Beifall verabschiedet. Hoffentlich kommt von dieser Band noch mehr, denn die Jungs machen einfach Spaß. » Acranius

ac

Scourging Impurity ⇒ eröffneten den Samstag. Sie waren nicht nur für mich die Überraschung des gesamten Festivals! Die Truppe aus Rostock absolvierte ebenfalls ihren ersten Auftritt! Das war ihnen aber zu keinem Zeitpunkt anzumerken! Sehr geiler DeathGrind der Marke "Misery Index" und Konsorten wurde eindrucksvoll und auf höchstem Niveau dargeboten!
Die Rhythmusabteilung bestehend aus Ferry (Drums) und Phillip (Bass) war zu jeder Zeit eine Einheit, auf einem spielerisch guten Level. Gitarrist Christoph überzeugte mit seiner coolen Bühnenpräsenz und seinem professionellem Gitarrenspiel alle Anwesenden Mosher!
Der Sänger verbreitete eine beängstigende Atmosphäre mit seinen tiefen Growls! Gesegnet mit einer urtypischen Ausstrahlung die mich an die Anfangstage der Szene erinnerte und die ich bei so manchen Möchtegern Shouter vermisse! Ein toller Auftritt einer jungen Band, von der bestimmt noch einiges zu hören sein wird. » Scourging Impurity

si

Daemonized ⇒ boten danach das volle Kontrastprogramm. Die BlackMetaller aus Lübeck haben ein neues Album im Gepäck und kredenzten in Corpsepaint eine erlesene Auswahl des neuen Materials. Hervorzuheben ist der Song "Deathlock" der auch gut gelistet an zweiter Stelle gespielt wurde.
Aber auch ältere Stücke wie z.B.: das blutig fulminante "The Beast" sind tiefschwarze Garanten für die ungeheure Durchschlagskraft des Quartetts aus dem Norden!
Die Gitarristen rifften fehlerfrei, glänzten auch mit prägnanten Leads und schafften so das Fundament für Bassist und Sänger Usael zu ebnen. Drumer Thurs verdrosch mit offensichtlicher Leidenschaft seine Felle, so das keine Wünsche für Fans von schnellen BlackMetal-Combos wie "Tsjuder" offen blieben.
Im Publikum war gut was los, wobei die Fans der Band eher gebannt zuhörten und dem Geschehen auf der Bühne angespannt folgten. DAEMONIZED kamen in Rostock auf jeden Fall super an und waren eine willkommene Bereicherung des Billings. » Daemonized

dd

Necromorph ⇒ sind eine Macht! Wer die Berliner schon mal live gesehen hat weiß wie intensiv die Konzerte dieser GrindCore Band sind. In Rostock waren die Jungs besonders gut drauf und legten von Anfang an eine Spielfreude an den Tag, die einfach nur mitriss. Schon im ersten Stück
"Panic Worldwide" zeigte sich, zu was für einem starken Team die Combo um die beiden OberNecros Jockel (Bass) und Fritz (Vocals) in ihrer aktuellen Besetzung geworden ist. Was dann folgte war eine alles überrollende Grindcorewalze! Gitarrist Ulf ist ein wahres Tier on Stage und überzeugt genauso wie der Zweitgitarrist Karl und Drumer Micha auf ganzer Linie.
Mit Songs im Gepäck wie "Diary of a Disease" oder auch "Exclusive Suffering" kann man in diesem Genre auch einfach nichts falsch machen! Alle Musiker waren engagiert und zeigten showmäßig sowie spielerisch alles! Stellenweise haben Sie mich mit ihrem einprägsamen, groovenden Sound so in den Bann gezogen, FETT! Nach gut 30 Minuten war dann leider auch schon Schluss mit dem Inferno und NECROMORPH wurden verdient abgefeiert. » Necromorph

ne

Fucking Hostile ⇒ bilden zusammen mit AMBRACE die Speerspitze in Sachen ThrashMetal aus Rostock. Jedoch hinterließ der Energieauftritt von NECROMORPH natürlich Spuren bei den Fans und so hatten Sie zunächst mal ein etwas müdes Publikum vor sich. Diese Müdigkeit hielt aber nicht lange denn die Jungs um Mainman Phil (Bass & Backing Vocals) gaben mit dem coolen Smasher "Thick as a Brick" von der ersten EP "Swallowcaust" direkt richtig Gas. Sänger Matze begeisterte von Anfang an mit seiner variablen Stimme und brachte die Thrash-Songs sehr gut rüber.
Desweitern bleibt das durchgängig gute Stageacting des zweiten Gitarristen Mitsche in Erinnerung der seit ein paar Monaten wieder die Band verstärkt. FUCKING HOSTILE haben mit ihrer Mischung aus Spielfreude, Energie und Virtuosität sowie der abwechslungsreichen Mischung von alten Klassikern und neuen Songs einfach nur begeistert! » Fucking Hostile

fh

Das GRINDMANIA FESTIVAL 2012 war ein voller Erfolg! Durch die Bank hochklassige Bands, eine gute Organisation und faire Preise - so machen Festivals Spaß! Der absolut überwiegende Tenor der Gäste war durchweg positiv..."Endlich wieder ein kleines Festival in der Gegend", "geiles Gelände, coole Location", "spitzen Preis-Leistungs-Verhältnis" usw.! Wer uns kennt weiß, dass wir das Ganze nicht wegen der Kohle machen, sondern Bands die Möglichkeit geben wollen Live zuspielen!
Die Freude an der Musik und vor allem die Gemeinschaft die Szene zu stärken stehen an erster Stelle!

Die Festival-CD war für 3 Euro zu erwerben. Die Karten kosteten pro Abend 4 Euro, was bei diesem Billing mehr als fair ist. Für die an Mecklenburg Vorpommern angrenzenden Regionen ist dieses Festival sicher eine interessante Alternative. Von z.B.: Berlin sind es bis Rostock gut 200 km.
Und man kann das Ganze ja auch mit einem Kurzurlaub an der Ostsee oder den angrenzenden Regionen verbinden. Also, es wäre schön, im nächsten Jahr noch ein paar mehr Headbanger in Rostock zu treffen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Wir möchten uns hiermit bei allen Bands für ihr professionelles Auftreten bedanken! Sowie bei allen Helfern (Photographen, Promotern, Radiosendern usw.), bei der Crew der Alten Zuckerfabrik und den ca. 300 Headbangern die an beiden Tagen vor Ort waren!
Die Vorbereitungen für das Grindmania Festival 2013 haben bereits begonnen!
Freut euch erneut auf hochkarätige Bands aus den Bereichen THRASH, DEATH, BLACK & GRIND!

GRINDMANIA PROMOTIONS

Mehr Bilder von der Veranstaltung findet ihr » here

» Grindmania Festival Infoseite

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